Anubi - Weg des Krieges
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Vor dem Kampf sammeln sich die Anubi still. In leisem Ton diskutieren sie den bevorstehenden Kampf und ihre Träume der vorangegangenen Nacht. Sie versuchen ihre nächtlichen Visionen zu verstehen und gehen sie auf der Suche nach Zeichen bezüglich des bevorstehenden Kampfes durch. Waren die Zeichen gut, so wundern sie sich zynisch, was schief gehen wird, damit sich ihr Schicksal von Wohl zum Wehe ändern wird. Waren die Zeichen schlecht, so ziehen sie die Schultern hoch, ballen die Fäuste und bereiten sich auf ihr Treffen mit dem Schicksal vor.
In der Schlacht kämpfen die Anubi mit verzweifelter und unbarmherziger Hartnäckigkeit. Angesichts aussichtsloser Umstände führen sie rücksichtslose Sturmangriffe durch, knurrend vor Entschlossenheit, oder stellen sich zum letzten aussichtslosen Gefecht, kämpfend bis zum letzten Mann. Ein Anubi-Krieger stellt sich über die Körper seiner gefallenen Kameraden und kämpft so lange, bis der Feind zurückgedrängt ist oder er sich den Gefallenen, tot im Sand liegend, anschließt. Ein Anubi, der häufig gegen die Seelenfresser kämpft, weiß, daß jeder zurückgelassene Körper eines gefallenen Kriegers ein weiterer untoter Krieger in seiner Armee sein wird. Wegen der häufigen Kämpfe gegen die Untoten bevorzugen Anubi Waffen, die Körperteile abtrennen oder Knochen brechen lassen, wie Schwerter und Schleudern, weniger Waffen, die Organe durchbohren oder Fleisch aufspießen, wie Speere oder Pfeile.
Auch wenn die Schlacht gewonnen wurde, so ist ihr Dienst noch nicht beendet. Anubi sind immer die Letzten, die ein Schlachtfeld verlassen. Manchmal bleiben sie dort für Wochen, da sie den Einbalsamierern bei ihrer grimmigen Tätigkeit, dem Präparieren der Gefallenen beider Seiten für das Leben danach, helfen müssen. Ihre Verantwortung den Toten gegenüber ist stärker als sterbliche Loyalität und gilt für alle Tote, egal welcher Seite sie im Leben angehörten.
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